Revamp 2030

Vision

Das eigentliche Problem ist nicht Raum — es ist Organisation, Struktur und fehlende professionelle Leitung

Vision 2030

Jedes IT-Gerät schöpft sein volles Potenzial aus. Niemand wird aufgrund mangelnder Technologie ausgeschlossen.

Bis 2030 wollen wir durch bessere Prozesse und Bildungsprogramme mehr Menschen befähigen und effizienter refurbishen — nicht durch endlosen Raum, sondern durch klare Organisation.

Realistische Ziele (Jahr 3): ~40 Geräte/Monat (durch effiziente Prozesse, nicht durch endlos Raum). Menschen-Wirkung: 40-60 Menschen/Jahr durch Train-the-Trainer + Workshops (konservative Schätzung).

Aktuelle Kapazität nicht systematisch getrackt — Zahlen sind Schätzungen. Systematische Erfassung ab 2026 geplant.

Das eigentliche Problem: Nicht Raum, sondern Organisation

Unsere Kapazitäts-Grenzen (ehrliche Diagnose)

Hardware-Refurbishment: Potential nicht ausgeschöpft

  • 4 Reparaturtische vorhanden — Kapazität für paralleles Arbeiten ist da
  • Engagiertes Team: Praktikanten, Freiwillige, Reintegrations-Mitarbeiter (GEP-Programm)
  • Fehlende Ressource: Bezahlte Fachperson für Prozess-Organisation und Koordination
  • Lagerkapazität vorhanden, aber Optimierungspotential bei der Organisation
  • Bedarf: Systematisches Training & standardisierte Workflows zur Skalierung
  • Sozialpädagogische Begleitung läuft gut, könnte aber als strukturiertes Programm professionalisiert werden
  • Multi-Tasking (Reparatur + Kundenservice) funktioniert, ist aber nicht optimal für Spezialisierung
  • Resultat: Wir könnten mehr Output erreichen mit dedizierter Prozess-Leitung

Software/AI: Gute Fortschritte, aber zeitliche Engpässe

  • Web-Entwicklung läuft aktiv — Team arbeitet fokussiert an internen Systemen (Kivitendo-Integration, Datenerfassung)
  • Effizienz-Systeme werden entwickelt (automatische Erfassung, Prozessoptimierung)
  • Fundraising-Infrastruktur wird aufgebaut (diese Plattform, Stiftungs-Research)
  • Zeitkonflikt: Operatives Tagesgeschäft vs. Bildungsprogramme (Workshops, AI-Kurse, Open-Source-Education)
  • Fehlende Ressource: Dedizierte Bildungsleitung, die parallel zum Dev-Team arbeitet

Die Kernherausforderung:

Unser Team leistet hervorragende Arbeit, aber die Kapazität ist begrenzt. Wir haben ungenutzte Infrastruktur (Tische, Raum, Tools), aber keine bezahlten Fachleute, die ausschliesslich Programme entwickeln, organisieren und skalieren. Mehr Raum allein löst das nicht — wir brauchen dedizierte Bildungs- & Prozessleitung.

Die Lösung: Hub (Infrastruktur) + Menschen (Organisation)

1. Revamp Hub — Infrastruktur & Raum

Was wir heute haben: Laden + Lager (genaue Quadratmeter werden im Rahmen unserer Data-Strategie dokumentiert). Verteilt auf 2 Standorte, suboptimal organisiert.

Was wir brauchen: ~590 m² zentraler Hub mit:

  • Professionelle Werkstatt (mehr Tische, Testinfrastruktur, bessere Organisation)
  • Schulungsräume für strukturierte Trainings
  • Event-/Kulturraum (Kunst, Musik, Community)
  • Makerspace & AI Lab
  • Besser organisiertes Lager

Warum das hilft: Mehr Raum bedeutet mehr parallele Arbeitsstationen, bessere Trennung (Verkauf/Werkstatt/Schulung), weniger Chaos. Aber: Raum allein reicht nicht — siehe Punkt 2.

🔧 Wie wir arbeiten →

2. Bildungsprogrammleiter:innen — Organisation & Multiplikation

Das ist der eigentliche Game-Changer: Zwei bezahlte Fachleute, die professionell organisieren, trainieren und Programme leiten.

Hardware-Bildungsprogrammleiter:in

  • Organisiert Reparatur-Tische: Zeitpläne, Qualitätssicherung, Prozesse
  • Bildet Techniker aus (nicht nur reparieren, sondern auch trainieren lernen)
  • Strukturierte Programme statt „komm, wenn du willst“
  • Train-the-Trainer: Trainierte geben ihr Wissen an andere weiter

Software/AI-Bildungsprogrammleiter:in

  • Organisiert Workshops: AI Literacy, Coding, Open Source
  • Bildet Entwickler aus, die dann selbst trainieren
  • Strukturierte Curricula für verschiedene Niveaus
  • Entlastet das Team von Bildungsarbeit
🌱 Wirkung & Impact ansehen →

Digitale Plattform — unsere eigene Software

Revamp-IT ist nicht nur eine Werkstatt — wir entwickeln eigene Software. Unsere Community-Plattform (revampit.vercel.app) ist eine produktionsreife Full-Stack-Anwendung mit 1’302 TypeScript-Dateien, 636 Komponenten und 106 Seiten — eigenentwickelt, Open Source.

Was die Plattform bietet:

  • Community-Marktplatz: Gebrauchte IT transparent kaufen und verkaufen
  • IT-Hilfe-Portal: Community-basierter Tech-Support
  • Knowhow-Plattform: Reparaturanleitungen, Workshops, Blog
  • Geräte-Erfassung: Lückenlose Dokumentation vom Eingang bis zum Verkauf

Warum das unsere Wirkung erhöht:

  • Messbarkeit: Systematische Erfassung statt Schätzungen — jedes Gerät, jeder Service-Kontakt wird dokumentiert
  • Skalierung: Online-Marktplatz und Wissensportal erreichen Menschen weit über Zürich hinaus
  • Effizienz: Ein IT-Hilfe-Portal bedient 100 Anfragen so effizient wie 10
  • Open Source: Andere Organisationen können die Plattform nachnutzen

Tech-Stack (produktionsreif):

Next.js, TypeScript, PostgreSQL, Redis, Meilisearch, Auth.js, Payrexx — professionelle Architektur mit 67 Datenbank-Migrationen und 235+ API-Endpunkten.

Das beweist: Wir haben nicht nur die handwerkliche Kompetenz, Geräte zu reparieren — wir haben auch die technische Kompetenz, die digitale Infrastruktur dafür selbst zu bauen. Stiftungen investieren nicht in eine Werkstatt. Sie investieren in eine Organisation, die Technologie versteht und einsetzt.

Wie wir mehr Menschen erreichen

Transparenz-Hinweis: Die Zahlen unten (8-12 Techniker/Jahr, etc.) sind Projektionen, basierend auf Train-the-Trainer Konzept (etablierte Bildungsstrategie) und unserer informellen Erfahrung. Nicht empirisch gemessen. Wir werden diese ab 2026 systematisch erfassen (Data-Strategie).

Der Schlüssel: Organisation + Train-the-Trainer + Online-Content. Nicht einfach mehr Mitarbeitende einstellen.

HeuteUnstrukturiert, ineffizient

Hardware:

  • 4 Tische vorhanden, aber nur 1-2 genutzt (Reza + manchmal Freiwillige)
  • • Keine strukturierten Trainings, kein Zeitplan
  • • Lange Wartezeiten, Backlog wächst
  • ~12-15 Geräte/Monat (geschätzt aus Umsatzdaten)

Software/AI:

  • • Kernteam zu beschäftigt für systematische Bildung
  • • Keine Workshops, keine strukturierten Kurse
  • • Gelegentliche Unterstützung, aber nicht systematisch
  • ~5 Menschen/Jahr erreicht (Schätzung)

Mit Hub + Bildungsprogrammleiter:innenStrukturiert, organisiert, skalierbar

Hardware (organisiert):

  • Hardware-BPL organisiert: Zeitpläne, Qualität, Prozesse
  • • Alle Tische genutzt (strukturierte Schichten, klare Verantwortlichkeiten)
  • 8-12 Techniker/Jahr ausgebildet (Train-the-Trainer)
  • ~40 Geräte/Monat (durch bessere Prozesse + mehr Kapazität)

Software/AI (strukturiert):

  • Software/AI-BPL organisiert: Curricula, Workshops, Events
  • 6-10 Entwickler/Jahr ausgebildet (Train-the-Trainer)
  • • Plus Workshops, Events, Repair Cafés
  • 40-60 Menschen/Jahr total erreicht (konservative Schätzung)

Warum das funktioniert:

Organisation + bezahlte Fachleute bedeuten: verlässliche Zeitpläne, strukturierte Programme, systematisches Training. Freiwillige können kommen und gehen — aber die Struktur bleibt stabil. Trainierte geben ihr Wissen weiter — jede:r kann 10+ Menschen/Jahr erreichen. Das ist der eigentliche Game-Changer, nicht nur mehr m².

Bonus: Online ContentNoch mehr Reichweite ohne zusätzliche Personalkosten

Hub + Bildungsprogrammleiter:innen ermöglichen auch Online-Content-Produktion:

Hub bietet Infrastruktur:

  • • Professioneller Schulungsraum = Video-Studio
  • • Werkstatt = Praxis-Aufnahmen für Tutorials
  • • Event-Raum = Live-Streaming von Workshops
  • • AI Lab = Content-Entwicklung & -Bearbeitung

BPL produzieren Content:

  • • Video-Tutorials (Laptop-Reparatur Schritt-für-Schritt)
  • • Online-Kurse (AI Literacy, Linux-Grundlagen)
  • • Dokumentation & Guides (Open-Source-Wissen)
  • • Webinare & Live-Sessions (Fragen & Antworten)

Zusätzliche Reichweite:

Ein gut produziertes Tutorial-Video kann 100-1000+ Menschen erreichen — ohne zusätzlichen Zeitaufwand. Online-Kurse skalieren unbegrenzt: 1× produzieren, 100× nutzen.

Beispiel: „Wie repariere ich meinen Laptop?“ Video → 500 Views/Jahr = 500 Menschen erreicht, für 0 zusätzliche Kosten nach Produktion.

Kunst, Kultur & Musik: Elektroschrott neu denken

Revamp 2030 ist nicht nur Technik — Kunst und Kultur sind zentral, um unsere Beziehung zu Elektronik zu verändern und weggeworfene Geräte neu zu bewerten.

E-Waste-Kunst

Künstler:innen schaffen aus Platinen, Gehäusen und Komponenten Skulpturen und Installationen.

  • Resident Artists (3-6 Monate Atelierplatz)
  • Workshops für Schulen
  • Ausstellungen im Hub

Elektronische Musik

Vintage-Synths restaurieren, Circuit-Bending, Modular-Synthese — alte Elektronik wird Musik.

  • Synth-Restaurierung (Roland, Korg, Moog)
  • Circuit-Bending-Workshops
  • Live-Konzerte & DJ-Sets im Event-Raum

Museum & Geschichte

Computergeschichte zum Anfassen: Von Commodore 64 bis zur ersten Cray.

  • Permanent-Ausstellung (Commodore, Amiga, NeXT)
  • Wechselausstellungen: E-Waste-Kunst, Tech-Fotografie
  • Führungen für Schulklassen

Warum Kunst & Kultur zentral sind:

Technik allein ändert kein Verhalten. Kunst macht Elektroschrott sichtbar, berührbar, wertvoll. Konzerte, Ausstellungen und Workshops erreichen Menschen, die nie zu einem Repair-Workshop kämen. Sie beeinflussen Kultur und Wahrnehmung: „Elektroschrott ist nicht Müll — es ist Ressource, Geschichte, Potenzial.“

Das ist Impact auf einer anderen Ebene: Nicht nur Geräte retten, sondern wie Menschen über Technologie denken verändern.

Roadmap 2026-2030: Wie wir hinkommen

Phase 1 (2026-2028): Foundation - Hub aufbauen + Bildungsprogramm starten. Phase 2 (2029-2030): Skalierung - volle Kapazität, zusätzliche Programme, nachhaltige Selbsttragung.

2026

Phase 1: Fundraising & Standortsuche

  • Standortsuche: ~590 m² in Zürich Agglomeration
  • Fundraising für Hub + Bildungsprogramm (3 Jahre)
  • Planung: Raumkonzept, Prozesse, Betriebsmodell
  • Data-Strategie: Systematische KPI-Erfassung etablieren (Geräte/Monat, Menschen/Jahr, Wartezeiten)
2027

Phase 2: Hub-Aufbau + erste:r BPL

  • Hub-Umbau & Einrichtung (Werkstatt, Schulungsräume, Event-/Kulturraum)
  • Erste:r Bildungsprogrammleiter:in eingestellt (Hardware oder Software/AI)
  • Strukturierte Programme starten: Zeitpläne, Trainings, Qualitätssicherung
  • Erste Kunst-/Musik-Events & Ausstellungen
2028

Phase 1 abgeschlossen: Grundlagen stehen

  • Zweite:r Bildungsprogrammleiter:in eingestellt (beide BPL aktiv)
  • Hub-Betrieb läuft: Werkstatt, Schulungsräume, Event-/Kulturraum etabliert
  • Train-the-Trainer etabliert: Erste Multiplikatoren arbeiten
  • Kapazität: ~40 Geräte/Monat, 40-60 Menschen/Jahr trainiert
  • Kultur-Programm aktiv: Regelmässige Events & Ausstellungen
2029-2030

Phase 2: Skalierung & Vollausbau

  • Weitere Optimierung der Prozesse und Kapazitäten
  • Train-the-Trainer-Programme voll etabliert und selbsttragend
  • Zusätzliche Programme: AI Lab vollständig aktiv, Makerspace/Hackerspace ausgebaut
  • Nachhaltige Selbsttragung: Betriebskosten gedeckt, reinvestierbare Überschüsse
  • Community etabliert: Hub ist bekannter Ort für digitale Teilhabe & Kultur

Warum jetzt?

🚨 Das Problem

Einnahmen von CHF 140k (2021) auf CHF 60k (2025) gefallen — B2B-Kunden verloren, Dienstleistungen eingebrochen. Das eigentliche Problem: Fehlende Organisation für Verkauf & Ausführung, nicht fehlende Kapazität.

🎯 Die Lösung

Nicht mehr Raum, sondern bessere Prozesse + bezahlte Bildungsprogrammleiter. Sie organisieren Workflows, bilden Techniker aus, koordinieren Freiwillige & Reintegrations-Teilnehmer.

💪 Wir sind bereit

23 Jahre Erfahrung (seit 2003). Soziale Mission mit sozialpädagogischem Fokus (Veronica). Wir wissen genau, was fehlt: Organisation, Struktur, bezahlte Fachleute.

Hilf uns, Revamp 2030 zu verwirklichen

Es geht nicht nur um Geräte oder Workshops — es geht darum, wie Menschen über Technologie denken. Durch Organisation, Bildung, Kunst und Kultur schaffen wir eine Plattform für digitale Teilhabe und nachhaltige Innovation.

Weitere Zusammenhänge erkunden

Verbinde alle Punkte – folge der Geschichte